Die Debatte über die vermeintlich faulen Deutschen reißt nicht ab. Olaf Struck, Professor für Arbeitswissenschaft an der Universität Bamberg, erklärt im Interview Sinn und Unsinn von Mehrarbeit. Nur, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmende sehr gut strukturieren, ergeben sich pro Voll-Arbeitstag 6 bis 7 Stunden effektives Arbeiten (plus unerlässliche Pausen). Wenn die Arbeit indes wenig Freude macht und die Mitarbeitenden zudem abgelenkt werden oder von anderen Zuarbeiten abhängig sind, sinkt die effektive Spanne auf 5 oder gar nur 4 Stunden. In Deutschland streben viele Betriebe (im Gegensatz etwa zur Schweiz) ein sehr verdichtetes Arbeiten an, was zugleich freilich regelmäßig erschöpfend ist – und damit auf lange Sicht Substanz zehrt…
(aus: n-tv.de)
