Arbeitszeit-Konflikte: Tarifverträge werden zu guten Zukunfts-Laboren

Arbeitgeber wollen in ihrem Sinne mehr Flexibilität der Arbeitszeiten (und setzen sich dabei oft durch) – Beschäftigte wollen dagegen mehr Zeit-Wahlmöglichkeiten mit dem Blickwinkel auf ihren Lebensentwurf (und sind bereit, dafür auch auf etwas Geld zu verzichten). 
Die zentrale Erkenntnis einer WSI-Studie ist: Für alle flexible Arbeitszeitmodelle existieren längst – nicht trotz, sondern wegen Tarifverträgen. Sie schaffen Balance und Planbarkeit in einer entgrenzten Arbeitswelt. Besonders erfolgreich sind Branchen mit klaren Regeln wie Metall, Chemie, öffentlicher Dienst oder Banken. Hier gilt: Je präziser die Vereinbarungen, desto größer die Akzeptanz. Flexibilität wird nicht verordnet, sondern ausgehandelt. Die Innovationskraft und der Schutz von Arbeitszeit-Standards liegt eigentlich nicht im Gesetz, sondern in der Tarifautonomie. Sie ermöglicht passgenaue Lösungen, die sich an der betrieblichen Realität und den Lebenslagen der Beschäftigten orientieren. Fazit: Der Wandel läuft vielfach – leise, aber wirkungsvoll, als Summe kluger tariflicher Arbeitszeit-Regelungen…

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(aus: wirsindderwandel.de)