Gute Führung erwächst nicht am „netten“ Leitbild, sondern im Standhalten unter Druck

Das Phänomen ist bekannt: In einem Betrieb, einer Organisation, „brennt“ oder „klemmt“ es an irgendeiner Ecke. Dann reagieren Führungskräfte – sie haben den größten Einfluss – zwar schnell, aber auch typisch: Sie suchen vertraute, verfügbare „Life Hacks“ statt eine fundamentale Behebung der Ursache. Auf lange Sicht verstärken sie damit jedoch das zu Grunde liegende Problem. Ihr großes Selbstvertrauen führt im Prozess zu Selbstüberschätzung. Auch Chefs wollen Unbequemes vermeiden, geben ihren Weg als alternativlos aus und entziehen sich damit auch konstruktiver Kritik.

Zur Abhilfe empfehlen externe Berater dann ebenfalls Bekanntes: Eine klarere Führung, eine offenere Kommunikation oder das Reagieren auf Feedback aus der betroffenen Belegschaft. Das ist die „Alles-klar-Falle“: Schön, es wieder mal gehört zu haben – umsetzen tun wir das später, nie. Gute Führung beweist sich vielmehr darin, das für richtig Erkannte auch gegenüber mächtigeren (höheren) Chefs oder wichtigen Kunden zu vertreten – dafür haben Führungskräfte mehr Unterstützung verdient…

Quelle: wirsindderwandel.de
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