Bundesbank stoppt Sanierung ihrer ehemaligen Zentrale
Wie die Bundesbank Ende Mai 2026 mitteilt, bricht sie die bereits laufende Sanierung ihrer traditionellen Zentrale an der Frankfurter Miquelallee nun endgültig wegen Unwirtschaftlichkeit ab. Rund 168 Millionen Euro sind bereits in Planung und Asbestbeseitigung geflossen. Nun muss entschieden werden, ob die Lagerung des Großteils des deutschen Goldschatzes (in Frankfurt rund 1710 Tonnen Edelmetall) in den Hochsicherheitstresoren unter dem Gebäude fortgesetzt wird. Zu klären ist auch, was aus den Plänen für den Einzug der Europäischen Schule in den historischen Bundesbank-Standort werden soll.
Im März 2026 hatte die Stadt Frankfurt nämlich durchaus Wohlwollen bei der Bank erfahren, das Areal zu erwerben und die Schule in das denkmalgeschützte Großgebäude einziehen zu lassen. Selbst nutzen wollte die Bank ihre alte Zentrale schon damals nicht mehr weiter – denn der Neuerwerb einer Immobilie in der Frankfurter Innenstadt sei wesentlich kostengünstiger als die Fortführung der Sanierung, beschied Buba-Präsident Joachim Nagel vor 2 Monaten. Die Grundrenovierung des mehr als 50 Jahre alten Komplexes in Ginnheim wurde in den vergangenen 10 Jahren bereits deutlich abgespeckt, zuletzt war von Gesamtkosten von 1,6 Milliarden Euro die Rede…